Freiwilliges soziales Jahr in Peterhof

- Ein neues Projekt der Deutsch-Russischen Brücke -

Wie wäre es, keinen Wehrdienst in Deutschland, sondern stattdessen in der Bad Homburger Partnerstadt ein soziales Jahr zu absolvieren? Seit diesem Jahr bietet die Deutsch-Russische Brücke diese Möglichkeit für Jugendliche aus Bad Homburg an.

„Ohne dieses Jahr wäre mein Leben viel ärmer verlaufen, es hat mich positiv verändert“, so die einhellige Meinung aller jungen Männer und Frauen, die bisher in Peterhof ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert haben. Zwar seien die Arbeit und die Umstände teilweise schwierig gewesen, sie hätten aber so viel Positives erfahren, dass fast jeder gern noch einmal für ein Jahr nach Russland gehen würde.

Ob im Psycho-Neurologischen Zentrum, im Kinderheim Nr. 1 oder im Integrativen Kindergarten, jeder der Freiweilligen kann sich individuell einbringen und seine Wünsche äußern. Vor Beginn der Reise bietet die Deutsch-Russische Brücke einen Sprachkurs an, um die Verständigung vor Ort zu erleichtern. Die FSJler leben in Familien und bekommen ein großzügiges Taschengeld. Auch um eine Krankenversicherung müssen sie sich nicht selbst kümmern.

Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, für die vorstellbar ist, für ein Jahr in der Bad Homburger Partnerstadt zu arbeiten, können sich melden. Dabei wird im Vorfeld genau besprochen, welche Wünsche jeder Freiwillige hat, um die beste Einsatzstelle zu finden. Ob lieber mit Kindern, Jugendlichen oder alten Menschen, die Möglichkeiten sind vielfältig, sich zu verwirklichen. Gerade in der heutigen Zeit - oft von Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz geprägt - kann es für die Jugendliche eine große Bereicherung bedeuten, andere Lebens- wirklichkeiten und neue kulturelle und politische Perspektiven kennenzulernen. Sie kommen oft mit einem anderen Russlandbild nach Hause und setzen sich aktiv für eine toleranterer Weltsicht ein.

Das Ziel eines solchen Projektes ist auch, die Sensibilität für Menschenrechte in der Gesellschaft zu stärken und die Jugendlichen angstfreier zu machen für öffentliches und soziales Engagement. Das ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Frieden und zu sozialer Gerechtigkeit in unserer Welt.